Ausstellung

Wilhelm Marstrand. Romerske borgere forsamlede til lystighed i et osteri. 1839. Nivaagaards Malerisamling, public domain

@nivaagaard

Wilhelm Marstrand. Der große Erzähler
2. Oktober, 2020 - 24. Januar 2021





Im Zentrum der großen Herbstausstellung im Fuglsang Kunstmuseum steht in diesem Jahr der Goldalter-Maler Wilhelm Marstrand (1810-1873). Er galt als eines der größten Talente seiner Zeit und war u. a. unübertroffen darin, Bewegungen und Gefühle darzustellen. Mit seinen Schilderungen von Festen, Tanz, Theater und dem Bedürfnis des Menschen für Nähe und Zusammensein können wir uns gerade heute besonders gut identifizieren.

 

Die Ausstellung Wilhelm Marstrand. Den store fortæller zeigt 75 Höhepunkt seines künstlerischen Schaffens. Die Motive reichen von humoristischen Alltagssituationen in Kopenhagen und volkstümliche Szenen in Italien bis zu Szenen aus Holberg-Stücken, Don Quixote-Erzählungen und eindrucksvollen Porträts. Zudem sind Beispiele von Marstrands ikonischer Historienmalerei und seltene Landschaftsbilder zu sehen.
Die Ausstellung geht auch unter die Oberfläche von Marstrands anscheinend lustigem und lebhaftem Bilderstrom und betrachtet seine Sicht auf u. a. soziale Gegebenheiten, nationalromantische Strömungen und die Hierarchien der Bildkunst genauer.

 

Das Projekt beleuchtet mit der Ausstellung und einem neuen Buch einen heute übersehenen Künstler, der seinerzeit zu den beliebtesten Figurenmalern zählte. Seither gingen Anerkennung und Nachfrage zurück, und zeitweise galten besonders die Schilderungen des Alltagslebens als zu bunt, glanzbildhaft, sogar kitschig. Vielleicht, weil Marstrand Experte in Satire und anekdotisch Karikierendem war, die als zu wenig anspruchsvoll und populistisch angesehen wurden.


Marstrand spielte jedoch als Maler, Professor und Direktor der Kunstakademie eine wichtige Rolle im Goldenen Zeitalter. Den store fortæller untersucht, wie sich die Sicht auf Wilhelm Marstrand entwickelt hat und wie seine Tätigkeit und seine Werke heute beurteilt werden.


Die Wanderausstellung wurde zusammen mit Nivaagaards Malerisamling, Ribe Kunstmuseum und Skovgaard Museet zusammengestellt, die nacheinander alle die Ausstellung zeigen.