Ausstellungen

Kristian Zahrtmann, Adam im Paradies, 1914. Private collection. Foto: Ole Akhøj

 

KRISTIAN ZAHRTMANN. Queer, Kunst und Leidenschaft

Fuglsang Kunstmuseum 20. September 2019 – 5. Januar 2020

 

Kristian Zahrtmann (1843-1917) war Künstler, Lehrer und Gesellschaftsmensch. Er malte starke Frauen und schöne Männer mit großer Erzählfreude, und mehrere seiner Akte waren nahe daran, Skandale zu verursachen. Zahrtmann war sich bewusst, wie er und seine Experimente mit Selbstporträts, die Einrichtung seiner Wohnung und die Rolle als celebrity von anderen wahrgenommen wurden.

 

Zahrtmanns Kunst wechselte zwischen „beliebt” und „gescholten”, aber insbesondere seine Bilder von Italien und der Königstochter Leonora Christina waren bekannt und wurden geliebt. Er wurde häufig Einzelgänger, Outsider oder Aufrührer genannt, aber Werte und Interessen ändern sich, und nun ist die Zeit da, sein Leben und Werk mit dem Begriff queer in Verbindung zu betrachten. D. h. das „Schräge”, Andersartige und Herausfordernde, das gewohnten Vorstellungen von Geschlecht, Sexualität, Identität u. ä. gegenübersteht.

 

Die Ausstellung Kristian Zahrtmann. Queer, Kunst und Leidenschaft zeigt eine beeindruckende Reihe von Werken aus öffentlichem und insbesondere privatem Besitz, bei denen Farben und Passion, Humor und Provokation im Mittelpunkt stehen. Eine Auswahl von Möbeln und persönlichen Gegenständen Zahrtmanns ergänzt die Werke.

 

Die Ausstellung kam in Zusammenarbeit mit dem Ribe Kunstmuseum und Den Hirschsprungske Samling zustande, und sie wird von Aktivitäten in Dänisch für Kinder und Erwachsene, einem Vermittlungskatalog und digitalen Forschungsartikeln begleitet (auch in Englisch) www.perspective.smk.dk/en