Rasmus Stang

Falstergården. Foto: Roberto Fortuna


Im April 1807 starb Rasmus Pedersen Stang im Alter von 45 Jahren auf seinem Hof in Nørre Ørslev auf Falster. Rasmus war sowohl Gemeindevorsteher als auch Bauer mit Grundbesitz und ein angesehener Mann. Bei seinem Tod hinterließ er einen Hof mit 7 Steuertonnen Ackerland, seine Frau Maren Larsdatter, drei erwachsene Kinder aus erster Ehe - Niels (24 Jahre), Birthe (18 Jahre) und Peder (15 Jahre) - sowie fünf minderjährige Kinder aus zweiter Ehe: Hans (9 Jahre), Ole (7 Jahre), Maren (5 Jahre), Jørgen (4 Jahre) und Rasmus (3 Jahre).

 

Rasmus' erste Ehe mit der fünf Jahre älteren Margrethe Nielsdatter war am 12. Juni 1782 in der Kirche von Nørre Ørslev geschlossen worden. Das Paar bekam insgesamt sechs Kinder, von denen jedoch nur drei das Erwachsenenalter erreichten. Das letzte Kind, Maren, kam am 25. November 1794 zur Welt. Kurz nach der Geburt starben die Tochter und vermutlich auch die Mutter, denn am 27. März 1795 heiratete Rasmus seine zweite Frau, Maren Larsdatter. Sie bekamen insgesamt sieben Kinder, von denen fünf ihren Vater überlebten.

 

Bei der Regelung des Nachlasses von Rasmus Stang wurden Hausrat und Werkzeuge des Hofs registriert. Auf dieser Aufstellung basiert die heutige Einrichtung des Hofs.

 

Als Rasmus seinerzeit den Hof bezog, war er Zinsbauer des Gutshofs Vestensborg. Bei seinem Tod war er Eigentümer des Hofs. Diese Entwicklung war das Ergebnis der Landwirtschaftsreformen, die Ende des 18. Jahrhunderts das Dasein der Bauern auf den Kopf stellte. Die Gesellschaft und die Einstellung zu den Bauern begannen sich zu verändern, Veränderungen, die Rasmus' Alltag und seine Möglichkeiten im Leben beeinflussten.

Der Hof Falstergården
Die Landwirtschaftsreformen