Die Scheune

Die Scheune

Die Scheune von Gammel Skovnæs

 

Die Scheune wurde 1972 dem Museum übereignet. Ursprünglich gehörte sie jedoch zu dem Hof, der heute unter dem Namen 'Gammel Skovnæs' bekannt ist. Der Hof wurde vom späteren Justizrat Meincke um das Jahr 1860 erbaut und erhielt seinen Namen Skovnæs, was so viel bedeutet wie bewaldete Landspitze, aufgrund seiner Lage. 1916 brannten die drei Wirtschaftsflügel des Hofes ab. Aber obwohl das Hauptgebäude und die große Scheune von den Flammen verschont geblieben waren, beschloss man, den landwirtschaftlichen Betrieb an einen anderen Ort in der Nähe zu verlagern. Auf der Brandstätte, die das Feuer hinterließ, liegt heute das Freilichtmuseum.


Die Scheune ist das einzige Gebäude des Freilichtmuseums, das aus Ziegelsteinen gemauert wurde. Bei dem gelben Backsteingebäude, das auf den beiden Giebelseiten hervorgehobene Blendgiebel besitzt, handelt es sich um eine sogenannte Durchfahrtsscheune. Dies ist eine Scheune, in die ein Wagen auf der einen Giebelseite hineinfahren kann, sein Getreide abladen und auf der gegenüberliegenden Giebelseite wieder herausfahren kann. Die große Scheune vom Beginn der 1860er Jahre zeugt deutlich von dem Wohlstand, der die Landwirtschaft während der Hochkonjunktur in dem Zeitraum geprägt hat, der in Dänemark als 'Epoche des Getreideexports' bekannt ist. Das Volumen der Scheune - etwa 50 m auf 14 m zeigt deutlich, dass zur Lagerung der großen Getreidemengen große, geräumige Speichergebäude benötigt wurden.


Bereits 1929 wurde die lange Scheune in die Vermittlungsarbeit des Museums miteinbezogen. Zu diesem Zeitpunkt wurden in dem Gebäude nämlich drei Ausstellungen eingerichtet. Gezeigt wurden hier die polnische Sammlung des Museums, historische Landwirtschaftsgeräte und das Inventar von Hovmands altem Kaufmannsladen in Rødby. In dem einen Ende der Scheune befand sich jedoch immer noch ein Kornlager.

 

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Die Scheune auf Gl. Skovnæs 1915. Im Vordergrund polnische Mädchen.

 

Es gab auch eine Zeit, in der man in der Scheune Wohnungen eingerichtet hatte. Aber nachdem das Museum das Gebäude im Jahr 1972 übernommen hatte, wurde das ursprüngliche Aussehen der Scheune wiederhergestellt. Die Tatsache, dass in dem Gebäude einst Wohnungen eingerichtet waren, erklärt, warum man heute noch sehen kann, dass die lange Fassade einmal Fenster hatte.

 

Auf der Giebelseite, die dem Eingang zum Museum am nächsten ist, befindet sich heute ein Tor aus Glas. Dahinter sieht man die Dampfmaschine des Sägewerkes von Nysted, die im Winter 2007-08 aufgestellt wurde. Im Winter 2011-12 installierten Angestellte des Freilichtmuseums sowie ehrenamtliche Mitarbeiter verschiedene Arten von Sägen aus dem Sägewerk, die von der ursprünglichen Maschine angetrieben wurden. Aufgrund der Brandgefahr wird die Dampfmaschine heute mit Druckluft betrieben.


Schmiedemeister Johnny Rasmussen, Maribo, und Kaeser unterstützten die Instandsetzungsarbeiten und das Aufstellen der Dampfmaschine finanziell.


Die Dampfmaschine des Sägewerks von Nysted wird während der Saison mehrmals in Betrieb genommen.