Der Turnplatz

Ausschnitt aus Pastor Nicolai Ramphs Zeichnung des Turnplatzes neben der Schule von Gjerrild 1826. Reichsarchiv. Dänische Kanzlei, 1. Abteilung. Foto: Thorkild Jensen

 

Auf dem Vermittlungsspielplatz des Freilichtmuseums kann man selbst einige der Turnübungen ausprobieren, die den Schülern der Schule von Langet nach Einführung des Grundgesetzes 1814 beigebracht wurden.

 

Die Übungen sollten den körperlichen Zustand der Jungen verbessern, die Leitern und Seile hochklettern, balancieren und sich an den Armen hochziehen können mussten. Außerdem gehörten Laufen, Springen und der Umgang mit Gewehrattrappen mit Bajonett zum Training. Zweck der Übungen war es, die Jungen auf den Drill vorzubereiten, der sie später als Soldaten erwartete, damit sie ihr Vaterland verteidigen konnten. Die Mädchen sollten nicht am Turnunterricht teilnehmen, denn sie wurden ja keine Soldaten. Außerdem war man der Meinung, die Übungen seien zu schwer für sie.

 

In Christian Ditlev Frederik Graf Reventlows lolländischer Grafschaft Christianssæde wurden in den Jahren nach 1819 an allen Schulen Turnplätze eingerichtet. C.D.F. Reventlow ließ die Schulen mit Eichenbauholz versorgen und zahlte den Arbeitslohn, damit die Plätze mit den erforderlichen Geräten ausgestattet werden konnten. Außerdem entschädigte er den Lehrer finanziell für den Verlust des Bodens, der als Turnplatz genutzt wurde.

 

Der Vermittlungsspielplatz entstand 2014 mit Unterstützung der Stiftung Skibsreder Carsten Brebølls Almennyttige Fond.