Die Reventlow Schule

Skolen

 

Im November 1817 konnte C.D.F. Reventlow die letzte seiner neu gebauten Schulen innerhalb seiner Grafschaft Christianssæde einweihen. Die Schule im Dorf Langet erhielt den Namen Christiansminde. Sie wurde ganz im Sinne der Schulbestimmungen C.D.F Reventlows eingerichtet, mit einer großen, hellen Schulstube für die 33 Schüler auf der einen Seite und einer Wohnung für den Schulmeister Hans Jørgensen auf der anderen Seite. Um Bauholz zu sparen, wurde die Schule mit dicken Wänden aus Stampflehm errichtet. Ursprünglich gehörten zwei Nebengebäude dazu - eines mit Scheune, Tenne, Kuhstall und Knechtkammer, und eines mit Pferdestall, Brennholzlager, Abtritten, Schweinen und Hühnern. Der Schulmeister wurde mit Geld und Naturalien entlohnt, außerdem gehörte eine kleine Parzelle mit zum Amt, was die Wirtschaftsgebäude erforderlich machte.

 

Nach einer Erweiterung im Jahre 1828 diente das Gebäude bis 1904 als Volksschule der Gegend. 1938-39 wurde es vom Dorf Langet ins Freilichtmuseum in Maribo umgesetzt.

 

Langet -skole

Die Schule von Langet vor der Umsetzung ins Freilichtmuseum. In der Tür steht der "Alte Hansen", der von 1863-1904 als Lehrer im Gebäude lebte und arbeitete.


Reventlows Schulbestimmungen

Bereits 1792 - also 22 Jahre vor Einführung der Schulpflicht in Dänemark - erließ C.D.F. Reventlow seine eigenen Schulbestimmungen für die Grafschaft Christianssæde. Bei seinen Schulen legte er großen Wert drauf, dass die Schüler optimale Lernbedingungen vorfanden. Die Schulstube sollte gut belüftet, freundlich und luftig sein mit viel natürlichem Licht durch große Fenster, einem warmen Ofen und einem hygienischen gemauerten Steinboden, den der Schulmeister zwei Mal wöchentlich fegen musste.

 

Auch der Unterricht sollte freundlich und zuvorkommend sein, basierend auf den Aufklärungsgedanken der Zeit und mit neuen Fächern wie Naturlehre, Vaterlandsgeschichte, Geografie und Gesang. Die Schüler sollten Lust haben, zur Schule zu gehen, und zu nützlichen, christlichen und gebildeten Mitbürgern erzogen werden. Mit seinen Schulen wollte C.D.F. Reventlow der Landbevölkerung Zugang zu den erforderlichen Kenntnissen und Einsichten bieten - als Hauptinitiator der großen Landwirtschaftsreformen wusste er, wie wichtig dies war. Wenn es gelingen sollte, durch die Reformen Wohlstand auf dem Lande zu schaffen, dann mussten die Abschaffung der Erbuntertänigkeit und die Aussiedlung von Höfen aus den Dörfern Hand in Hand mit einer besseren Ausbildung gehen.