Das Gartenhaus von Ulriksdal – das Godsted-Haus

Das Gartenhäuschen

Das Godsted-Haus an einem Sommertag

 

Dieses kleine Landarbeiterhäuschen aus dem Ort Godsted erwarb das Museum 2003. Im Jahre 2006 waren Umzug und Wiederaufbau des Häuschens im Freilichtmuseum abgeschlossen. Es wurde etwa 1872 erbaut und gehörte ursprünglich zum Gut Ulriksdal. Obwohl es nur in einer relativ kurzen Zeitspanne benutzt wurde, wohnten in dieser Zeit viele Leute darin. Es diente als Wohnung für Gutsarbeiter verschiedenster Art, vom Futtermeistergehilfen und Gärtner über den Milchkutscher bis hin zu den schwedischen und polnischen Landarbeitern, die im Rübenanbau beschäftigt waren. Bis 1999 war das Haus bewohnt.

 

Im Gegensatz zu den anderen, älteren Häusern des Museum zeigt die Einrichtung dieses Hauses, dass zu dieser Zeit eine neue, revolutionierende Wohntechnik auf dem Vormarsch war. Anstelle der traditionellen offenen Feuerstelle, die man in den meisten anderen Häusern antrifft, hat das Gartenhäuschen einen gusseisernen Herd mit einem kleinen Backofen. In den anderen Räumen des Hauses befanden sich daher auch keine Hinterladeröfen, sondern Kachelöfen, die von dem Raum aus befeuert wurden, in dem sie standen.

 

Im Zusammenhang mit dem Umzug des Landarbeiterhäuschens wurde es auch vermessen und es wurden Zeichnungen angefertigt. Museumseigene Angestellte bauten daraufhin das Häuschen ab. 2004 begannen Angestellte des Museums, ehrenamtliche Maurer und Zimmerleute mit Hilfe der Kommune Maribo mit dem Wiederaufbau des Häuschens. Zeitgleich führte das Museum eine kulturhistorische Untersuchung des Häuschens durch. Unter anderem sollten das Baujahr des Hauses festgestellt, Wissen über die Einrichtung des Hauses ans Licht gebracht sowie Informationen über die Personen gesammelt werden, die über die Jahre hinweg das Haus bewohnt hatten.

 

Bei Veranstaltungen zündet man oft den Holzofen an und bäckt darin Brot, Pfannkuchen u.a.